Mein amüsanter Abend mit Bridget Jones (Filmkritik)

Bridget Jones Filmabend

Da ich gestern einen tollen Abend hatte, gibt’s heute meinen ersten Blogeintrag. Los geht’s:

Fast ganze 12 Jahre haben die Macher von Bridget Jones für einen Teil 3 der Erfolgsgeschichte rund um Bridget und ihre tollpatschige Liebesgeschichte gebraucht. Nun also erfahren wir, wie die Geschichte tatsächlich endet und ob Bridget endlich zu ihrem wohlverdienten Happy End kommt. Zu wünschen wäre es ihr ja wirklich.

Falls du dich nicht erinnerst, Bridget Jones handelt von einer Engländerin, gespielt von Renée Zellweger, auf der Suche nach Mister Right. Im Grunde geht das zu und her wie bei Sex and the City, bloss britischer und auch um einiges tollpatschiger. Während in Teil 1 und 2 Hugh Grant und Colin Firth die Rollen der männlichen Gegenspieler übernahmen, kommt nun in Teil 3 Patrick Dempsey hinzu.

Denn kennst du vielleicht noch als Arzt McDreamy aus Grey’s Anatomy. 😉

Was sagen die Anderen

Bevor ich mich kostenlos (Gott sei Dank habe ich einst in einem Kino gearbeitet und profitiere noch heute davon) und mit Popcornbeladen in den Vorführraum gesetzt habe, durchforstete ich vorab schon mal andere Kritiken.

Die einen fanden das Ganze recht witzig, aber da war unter anderem auch die Rede von „überholten Geschlechterrollen“. Spannend war, dass viele Kritiker das Ende des Films nicht mochten. „Zu offensichtlich“ oder „Nicht Zeitgemäss“ war das einheitliche Kredo. Die nette Verkäuferin an der Kinokasse war aber gar nicht dieser Meinung.

Denn sie hatte den Film auch schon gesehen und das obwohl sie anfangs überhaupt keine Lust darauf hatte. Aber ihre Freundinnen hätten sie hineingeschleppt, erzählte sie schmunzeln, und dann habe ihr der Film doch tatsächlich gefallen. Modern und lustig sei er gewesen, fand sie und reichte mir mein Gratisticket.

Falls du nun verwirrt bist, ob all dieser verschiedenen Meinung, nun ich war es auch. Umso mehr freute ich mich also, als ich meinen Platz im Kinosaal fand und der Film endlich begann.

Es war lustig & abgedreht

Als der Abspann kam, war mein erster Gedanke: Also doch, Bridget hat natürlich ihr Happy End bekommen. Ich verrate dir jetzt nicht wie das genau ausgesehen hat, aber die Filmemacher habe tatsächlich keine grosse Überraschung in ihr Drehbuch geschrieben.

Damit bleibt dieser Film den zwei vorhergehenden Teilen treu und das ist nicht zwingend schlecht. Ich persönlich hatte sowieso nicht eine aussergewöhnliche Geschichte erwartet, sondern einfach eine lustige. Und lustig, das war der Film auf jeden Fall. Wenn du die beiden anderen Filme schon gesehen hast, dann wird dir auch dieser gefallen.

Bridget schafft es immer noch sich in übertrieben peinliche Situationen zu manövrieren. Immer noch meistert sie alles mit liebenswerter Selbstironie und immer noch ist ihre Mutter voller ungewolltem Slapstick.

Der Film ist modern abgedreht und mit aktueller Musik unterlegt, was dazu führt das wir eine Gangnam-Style Tanzeinlage vorgeführt bekommen. Die Geschichte wird nie langweilig und die vielen altbekannten Gesichter lassen Nostalgie aufkommen.

Kleiner Wermutstropfen

Der einzige Wermutstropfen: Man hat ab und an das Gefühl, dass Bridget, die im Film 43 wird, sich nicht gross von ihren 30 Jährigen-Ich unterscheidet.

Noch immer dreht sich ihr Leben hauptsächlich um die Liebe und noch immer beinhaltet das ein ewiges Zueinanderfinden zwischen ihr und Mister Darcy (Colin Firth), nur um dann doch nicht das ewige Liebesglück zu erreichen. Aber da ist ja noch das Baby.

Ja, Bridget wird in Teil 3 schwanger und dieser Umstand verleiht der Filmreihe einen neuen Unterton. Er zeigt Bridget in einer neuen Rolle. Eine Rolle in der sie Verantwortung übernimmt und der ihrem Leben ein neues Ziel gibt, fernab vom Wunsch nach ewiger Liebe. Vielleicht ist es gerade dieser Umstand, welcher die Kritiker dazu brachte den Film mit „Nicht zeitgemäss“ zu umschreiben.

Die Figur Bridget hat nur diese zwei Rollen: Zum einen die Frau, die unbedingt den geeigneten Mann finden will und zum anderen die Frau als Mutter.

Daher erfahren wir wenig über Bridget als Individuum oder als Karrierefrau. Das ist durchaus schade. Das bedeutet jedoch nicht, dass du dir den Film entgehen lassen solltest. Schliesslich ist eine Komödie zum Lachen da und das wirst du bestimmt.